Die Nadel im Vinyl der Zeit – Eine Pubertät in Metaphern
Shownotes
In dieser literarischen Folge erzählt Walter von der Pubertät als Metapher: vom Schulchor als Käfig, vom Café Starmix als Bühne, von der Stereo-Anlage als schwarzem Loch, das ihn verschluckte – und wieder ausspuckte. Erzählt im Stil von Ingeborg Bachmann, die wie keine andere die Zerrissenheit des Heranwachsens in Bilder fasst: düstere Poesie, scharfe Schnitte, und die Sehnsucht nach einem Klang, der keine Worte braucht.
Was Ihr hören werdet:
- Herr Stöckeler und der Schlüsselbund: Warum Walters Stimme zu viel Wahrheit für den Chor war.
- Das Kaufhaus Knoll: Wo die erste Platte nicht nur Musik, sondern ein Versprechen war – schwer wie Blei, leicht wie Rauch.
- Sturmhöhe & Kashmir: Wie Literatur und Rock zu einer Religion wurden.
- Das Elternhaus: Warum Walter nach dem Auszug nie wieder dort schlief – weil einige Räume nur einmal betreten werden können.
Warum Bachmann? Weil ihre Sprache genau das einfangen kann, was Walters Erinnerungen ausmacht: **das Gefühl, immer *dazwischen* zu sein** – zwischen Kindheit und Erwachsenwerden, zwischen Sehnsucht und Schweigen, zwischen den Rillen einer Schallplatte.
Für wen? Für alle, die wissen, dass manche Erinnerungen nicht erzählt, sondern gefühlt werden müssen – wie ein Lied, das kein Ende nimmt.
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