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Unverhältnismäßige Zärtlichkeit

Unverhältnismäßige Zärtlichkeit

‧ 20m 58s

In dieser Folge des Literarischen Casts erzähle ich von Aike — dem Mann, der mir die politische Dimension des Lebens eröffnete, der mir in einer kleinen Küche im fünften Stock der Rotlintstraße mit unverhältnismäßiger Zärtlichkeit Laugenbrezeln mit Camembert belegte, und der am Ende einen Weg einschlug, dem ich nicht folgen konnte und nicht folgen wollte. Die AAO, Otto Mühl, Nürnberg — und warum meine Homosexualität mich rettete. Erzählt im Stil von Thomas Bernhard.

Horst - der erste Versuch

Horst - der erste Versuch

‧ 38m 38s

„Horst war der erste Mann. Nicht der erste Mensch, dem ich begegnete – aber der erste Mann, und das ist etwas anderes.“
In dieser Folge von „bevor ich es vergesse – literary voices“ erzählt Walter von seinem ersten großen Mann: von achtzehn Jahren Aufbruch, von einem sehnsüchtigen Jugendvertrag mit kleingedruckten Bedingungen, den nur er selbst unterschrieben hatte. Von Raidelbach, das zu seiner zweiten Familie wurde. Von Ibiza, wo die Ausschließlichkeit an Autorität verlor. Von einer Silvesternacht in Ludwigshafen, einem Russen namens vielleicht-Ivan – und einer Nacht, in der die heimliche Freiheit der Subkultur ihre ungeschützte Seite zeigte.
Eine Erinnerung an...

raidelbach raidelbach raidelbach

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‧ 22m 16s

In dieser literarisch dichten Folge von „Bevor ich es vergesse – literarisch“ entführt Sie Walter in die Welt von Raidelbach – einem Ort, der kein Ort war, sondern ein Zustand des Geistes. Erzählt im unverwechselbaren Stil von Thomas Bernhard, mit seinen Wiederholungen, seiner Wut und seiner zärtlichen Melancholie, wird Raidelbach hier zur Endlosschleife der Erinnerungen.
Hier trafen sich Musiker wie Nine Days Wonder, Opernregisseure wie Siegfried Schönbohm, Theaterlegenden wie die Schönen der Nacht, Chanson-Ikonen wie Georgette Dee und viele mehr. Es war ein Ort der Freiheit, der Kreativität, der Utopie – und eine Zeit, die unvergesslich bleibt.

Die Uhrmacherin von Nichts

Die Uhrmacherin von Nichts

‧ 18m 50s

Eine Sonderfolge – kein Memoir, keine Erinnerung, sondern reine Erfindung. Eine fantastische Zeitgeschichte über Elara, die letzte Uhrmacherin des Universums, und Nihil, den Dieb der verpassten Chancen. Entstanden im Geist von Paul Celan, dem großen Dichter des Unsagbaren – verwandelt aus einer Prosageschichte in einen Zyklus aus sechs Gedichten und einem Epilog. Über Zeit. Über Nichts. Über das, was bleibt, wenn alles vergeht. Und über eine Uhr, die nicht tickt – und trotzdem zählt. Vielleicht gerade deshalb.

Hedl, Herbert und der Tag, an dem die Welt flog

Hedl, Herbert und der Tag, an dem die Welt flog

‧ 17m 37s

In dieser literarisch verdichteten Folge von „Bevor ich es vergesse – literarisch“ entführt Euch Walter in die wilde, sinnliche Welt von Raidelbach – inspiriert von der sprachlichen Wucht und Bildkraft Günter Grass’. Hier begegnen wir Hedl, einer Frau, die nicht nur fünf Sprachen sprach, sondern die Sprache selbst neu erfand, und Herbert, der an einem Tag flog, ohne je den Boden zu verlassen.

Eine Hommage an die 70er, an die Grenzen der Wahrnehmung und an die Menschen, die uns zeigen, dass das Leben mehr sein kann als das, was wir für möglich halten. Ein Trialog zwischen Walter, Willi und Paula...

Patchouli und Weihrauch

Patchouli und Weihrauch

‧ 20m 27s

In dieser literarischen Sonderfolge von „Bevor ich es vergesse – literarisch“ entführt Sie Walter in eine Welt, die nicht von dieser Zeit zu sein scheint. Inspiriert von Marcel Proust erzählt er von einem Dachgeschoss in Beerfelden, das zu seinem persönlichen Refugium wurde – ein Ort, der nicht nur aus Wänden und Möbeln bestand, sondern aus Gerüchen, Farben und Klängen, die ihn bis heute prägen.
Im Mittelpunkt steht Bill – ein Mensch, der so unverwechselbar war, dass jede Beschreibung ihn verkleinert. Ein Mann, der Walter zeigte, was es heißt, da zu sein, ohne etwas zu verlangen. Eine Hommage an die Sinnlichkeit...

zwischen Licht und Riss

zwischen Licht und Riss

‧ 19m 45s

Willkommen zu einer Folge, geschrieben im Stil von Ingeborg Bachmann.
Einer Folge, die nicht erzählt wird, sondern geträumt.
Eine Folge, in der Erinnerung nicht linear ist, sondern ein Raum, in dem Licht flimmert,
Worte zerfallen, und Wahrheit sich wie ein Schatten bewegt.
Walter führt uns heute in eine Zeit, in der ein Satz ein Erdbeben war, ein Haus ein Schlachtfeld,
und eine Nacht ein Aufbruch.
Dies ist keine Chronik.
Dies ist ein Traum aus Schmerz, aus Freiheit, aus dem Versuch, ein Leben zu behaupten,
das nicht geradegebogen werden wollte.
Atmet ein.
Wir betreten jetzt die Nacht.

ein Ort, der atmet wie ein lebendiges Wesen

ein Ort, der atmet wie ein lebendiges Wesen

‧ 25m 49s

In dieser literarischen Sonderfolge von „Bevor ich es vergesse – literarisch“ erleben Sie Walters Erinnerungen an Raidelbach durch die Augen von Emily Brontë. Düster, poetisch und voller einer fast gothischen Atmosphäre, erzählt diese Version von einem Haus, das nicht nur aus Holz und Stein, sondern aus Gefühlen, Geheimnissen und unausgesprochenen Geschichten besteht. Eine Erzählung über Zugehörigkeit, Wachstum und die unsichtbaren Kräfte, die uns formen.

Raidelbach – Die Schwelle in ein neues Leben

Raidelbach – Die Schwelle in ein neues Leben

‧ 14m 24s

Raidelbach war kein gewöhnlicher Ort – es war eine Schwelle, ein Kapitel, das Walters Leben in ein ‚Davor‘ und ‚Danach‘ teilte. In dieser literarischen Adaption im Stil von Thomas Mann beschreibt er das Haus, das nicht nur aus Ziegeln und Balken bestand, sondern aus Begegnungen, Gesprächen und einer Art zu leben, die ihn für immer prägte. Ein Ort, an dem Bewusstsein sich dehnte, manchmal leise, manchmal explosionsartig. Ein lebendiges Museum, ein alchemistisches Labor der zwischenmenschlichen Stoffe – und eine Hommage an die Kraft der Erinnerung.

 Die Anatomie einer Infektion, genannt Liebe

Die Anatomie einer Infektion, genannt Liebe

‧ 14m 48s

Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Bevor ich es vergesse....

Die Anatomie einer Infektion, genannt Liebe

Heute betreten wir einen Raum der Verdichtung. Wir spulen die Zeit zurück zum Sommer meines siebzehnten Lebensjahres — aber wir betrachten ihn nicht bloß durch die Linse der nackten Chronik. Wir tauchen ein in das Fieber jener Tage, in die ungeschützten Stellen der Seele und in jenen großen, existenziellen Ausnahmezustand, den wir das „Verliebtsein“ nennen.

Begleitet Walter auf einer literarischen Spurensuche im Geiste von Ingeborg Bachmann. Über das rituelle Ertrinken in einer Beerfeldener Badewanne, über die unbarmherzige Statik eines elterlichen Schweigens, bis hin...