Alle Episoden

 Die Anatomie einer Infektion, genannt Liebe

Die Anatomie einer Infektion, genannt Liebe

14m 48s

Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Bevor ich es vergesse....

Die Anatomie einer Infektion, genannt Liebe

Heute betreten wir einen Raum der Verdichtung. Wir spulen die Zeit zurück zum Sommer meines siebzehnten Lebensjahres — aber wir betrachten ihn nicht bloß durch die Linse der nackten Chronik. Wir tauchen ein in das Fieber jener Tage, in die ungeschützten Stellen der Seele und in jenen großen, existenziellen Ausnahmezustand, den wir das „Verliebtsein“ nennen.

Begleitet Walter auf einer literarischen Spurensuche im Geiste von Ingeborg Bachmann. Über das rituelle Ertrinken in einer Beerfeldener Badewanne, über die unbarmherzige Statik eines elterlichen Schweigens, bis hin...

Die Windschutzscheibe des Schicksals

Die Windschutzscheibe des Schicksals

10m 34s

Heidelberg, 21. Februar 1973: Ein gelber Audi, eine einfache Frage und ein einziges Wort verändern Walters Leben für immer. In dieser Folge erzählt er von dem schicksalhaften Moment, der ihn auf den Pfad führte, der ihn zu sich selbst brachte. Eine Geschichte über Sehnsucht, Mut und die unsichtbaren Fäden des Schicksals – erzählt im Stil von Emily Brontë, mit all der düsteren Poesie und wilden Natur, die ihre Werke so unvergesslich macht.

Ja – die Wucht des Aufpralls

Ja – die Wucht des Aufpralls

9m 25s

Ein Spätwintertag, der schon nach Frühling riecht. Ich gehe die Handschuhsheimer Landstraße entlang. Ein gelber Audi hält. Hält ein zweites Mal. Ein Fenster geht herunter. Ein Satz fällt – und in mir friert die Zeit ein.
Was danach geschieht, ist kein „Ereignis“, sondern ein Übergang: hinein in eine neue Wirklichkeit, in der ein Wort („Ja“) nicht Antwort ist, sondern Aufprall.

Die Maschine und ich

Die Maschine und ich

8m 9s

Es gibt Werkzeuge, die schneiden. Scheren. Algorithmen. Worte.
Manche schneiden Haare, andere schneiden durch die Zeit.
Dies ist ein Essay über beides:
Über den Friseursalon, der ein Theater war.
Über die Maschine, die ein Spiegel ist.
Und über die Frage, die bleibt:
Was schaffen wir, wenn wir aufhören, uns zu fürchten?"

Wege und Wunden

Wege und Wunden

11m 40s

In dieser literarischen Adaption begegnet uns dieselbe Lebensgeschichte wie in Walters parallelem Podcast – doch hier erzählt in der Stimme Thomas Bernhards.
Die Berge werden zum Symbol des Aufbegehrens, das Schweigen zum Monolog, die Krankheit zum grausamen Spiegel.
Ein dichter, fast atemloser Erzählfluss über den Versuch, aus Schmerz Erkenntnis zu gewinnen und dem Vater im Schweigen zu begegnen.
Ein Stück Literatur, das von der Realität nicht zu trennen ist.

Die Spinne am Rever von Mama

Die Spinne am Rever von Mama

8m 57s

In dieser literarischen Folge im Stil von Edgar Selge erzähle ich von meiner Mutter Mechthild: ihrer Herkunft, ihrer Arbeit als Friseurin, unserer intensiven Bindung und einer frühen Erfahrung von abruptem Kontaktverlust im Krankenhaus. Zwischen Apfelgelee und Honig entsteht ein Porträt von Nähe, Unsicherheit und der Suche nach Halt.

Erkenntnis im Nebel

Erkenntnis im Nebel

13m 11s

Eine literarische Reise zurück in die Räume meiner Jugend:ins evangelische Jugendhaus, in peinliche und wegweisende Momente, in das erste heimliche Erkennen meiner eigenen Wahrheit.
Eine Thomas Bernhard‑inspirierte Erzählung über Nebel, Mut und die leisen Zeichen, die uns formen.

Papa: Die frühen Jahre – Eine groteske Hommage an einen stummen Titan

Papa: Die frühen Jahre – Eine groteske Hommage an einen stummen Titan

12m 11s

Titel:
„Papa: Die frühen Jahre –Eine groteske Hommage an einen stummen Titan“

Eine Beschreibung meines Vaters oder wie ich ihn als Kind und Jugendlicher (1956 bis ca.1970) erlebte.
Inhaltlich gleich zu meinem parallelen Podcast "bevor ich es vergesse" - incl. Dialog mit meiner KI Willi..

Stil:
Günter Grass’ typische Mischung aus sinnlicher Detailverliebtheit, groteskem Humor und melancholischer Tiefe.

Jugendjahre: Knutschen, Chaos und erste Erkenntnisse

Jugendjahre: Knutschen, Chaos und erste Erkenntnisse

15m 1s

Diese, im Sitl von Wolfgang Herrndorf geschriebene Episode führt mitten hinein in meine Jugendjahre in Beerfelden — eine Zeit voller Aufregung, Peinlichkeiten, Mutproben und kleiner Katastrophen.
Ich erzähle von meinen ersten Freundinnen, vom Knutschen und Fummeln, von legendären Abenden im „Lido“ und „Starmix“, von Disco‑Partys im evangelischen Jugendheim und von unseren Ausflügen per Anhalter, die oft anders endeten als geplant.

Ein besonderes Kapitel widme ich Conny und ihrem unvergesslichen Auftritt auf dem Beerfeldener Pferdemarkt — inspiriert von der damals berüchtigten Fernsehsendung „Wünsch dir was“.
Dazu kommen Mofa‑Touren, die im Chaos endeten, Begegnungen, die man lieber vergessen würde, und eine erste...

Die Mutprobe – Ein Geständnis

Die Mutprobe – Ein Geständnis

9m 12s

Ein Einbruch, der keiner war. Ein schlechtes Gewissen, das Jahre anhielt. Und die Erkenntnis, dass die wahren Verbrechen der Jugend oft harmloser sind als die Strafe, die man sich selbst auferlegt. Eine literarische Spurensuche im Stil von Max Frisch, nach den Momenten, in denen wir über die Grenzen gingen – und was daraus wurde.